Unsere Vision
Wir schaffen einen Ort der nachhaltigen Entwicklung in der Oberlausitz: Die Auguste77.
Dort können Menschen in einem vertrauensvollen, wohlwollenden und generationsübergreifenden Miteinander leben, lernen und arbeiten.

Die drei leerstehenden Gebäude eines denkmalgeschützten Dreiseithofes in Olbersdorf werden saniert und gemeinwohlorientiert umgenutzt.
Mit dem Erhalt historischer Bausubstanz und der Schaffung gemeinwohlorientierter und integrativer Räume, wirken wir den immer noch erfahrbaren sozialen und ökologischen Nachwirkungen des Strukturwandels entgegen und nehmen uns den kommenden Herausforderungen der Dorf- und Weltentwicklung an.
2018 wurde die Auguste 77 von uns entdeckt, als wir auf der Suche nach einem Ort für unsere Vision eines Gemeinschaftslebensprojektes waren. Um den Hof kaufen zu können, schrittweise zu sanieren und so Stück für Stück wiederzubeleben, haben wir am 19. Juli 2020 – nach ungefähr zweijähriger Sondierung und Mitgliedersuche – den Anderswurzeln e.V. gegründet! Der Abschluss des Kaufs war danach eine unserer ersten „Amtshandlungen“. Und so sind wir seit Anfang 2021 stolze Besitzer eines Hofes.
Das Vereinsgeschäft – eine Menge Planung und Organisation der Sanierungs- und Baumaßnahmen, aber auch Feste und erste Projekte – führen wir gemeinsam ehrenamtlich aus. Dabei verzichten wir bewusst auf eine hierarchische Struktur und nehmen uns viel Zeit für gemeinsames Entscheiden und Umsetzen, optimalerweise nach dem Konsent-Prinzip.
Denn Anderswurzeln – dieser Name hat für uns eine tiefere Bedeutung. So geht es uns nicht allein darum, ein weiteres Denkmal ästhetisch herzurichten und als Museumshaus für die Nachwelt zu erhalten. Nein, durch innovative Kooperationen und Lösungen wollen wir einen Ort entstehen lassen, an dem man zusammen „anders“ wohnt, „anders“ lebt und „anders“ arbeitet. Wir wollen zeigen, dass gemeinsames Gestalten eine sinnvolle Lebensalternative zum anonymen Wohnen anbietet und zugleich modellhaft wirkt.
Aus dieser Gemeinschaft heraus werden wir ein soziokulturelles Dorfzentrum entstehen lassen, auf dem Nutzer*innen, Nachbarschaft und Gäste zu einem regen Austausch eingeladen werden sein. Unterschiedliche gesellschaftliche Bedürfnisse werden die Gestaltung des Hofes bestimmen – gemeinschaftliches Miteinander, Leben im Alter, mit und ohne Familie, solidarisches Arbeiten, gemeinsames Kochen, Gemüsesortenaustausch (was für ein Wort!) oder ein Nachbarschaftstreff. Dabei ist es uns eine Herzensangelegenheit, Räume zu ermöglichen, die nicht gewinnorientiert von Nachbar*innen und Interessierten unabhängig ihrer materiellen Möglichkeiten vielseitig genutzt und gestaltet werden können.
Wir freuen uns über jedes neue Gesicht und jede helfende Hand. Solltest Du Interesse daran haben, uns auf eine der vielfältigen Möglichkeiten in unserer Vereinsarbeit unterstützen zu wollen, schau einmal bei den Unterstützer*innen vorbei, wie du uns unter die Arme greifen kannst 🙂



